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Reinigung · 5 Min. Lesezeit

Fensterreinigung ohne unnötige Überraschungen

Woraus sich der Aufwand ergibt, welche Angaben eine Anfrage belastbar machen und wann ein Termin verschoben gehört.

Ein Beitrag von MilieuLux · Zielgruppe: Alle

In einem Bueroflur reinigt ein Mann eine Glaswand mit einem Fensterabzieher neben einem Putzwagen

Der Artikel

Die Kosten einer Fensterreinigung entstehen über die Arbeitszeit, und die lässt sich aus der Zahl der Fenster allein nicht ableiten. Bei Fenstern zählt nicht nur die Stückzahl. Große Flächen, viele kleine Scheiben, Rahmen, Falze, starke Verschmutzung und schwierige Zugänge verändern die Arbeitszeit. Auch innen und außen können unterschiedliche Bedingungen bestehen. Wer diese Punkte vor der Anfrage sortiert, bekommt eine belastbare Einschätzung statt einer Zahl, die am Termin nach oben korrigiert werden muss.

Was neben der Scheibe Zeit kostet

Ein spürbarer Teil der Arbeitszeit entfällt gar nicht auf das Glas. Sie geht für Wege drauf: Eimer füllen, Wasser wechseln, Geräte von Raum zu Raum tragen, Möbel abrücken und wieder zurückstellen. In einer Altbauwohnung mit vier Zimmern und Fenstern in jedem davon wiegt dieser Anteil deutlich schwerer als in einem einzigen Raum mit durchgehender Fensterfront. Die Etage ohne Aufzug und die Entfernung zwischen Parkmöglichkeit und Wohnungstür gehören aus demselben Grund zu den Angaben, nach denen ein Anbieter fragen sollte. Fragt er nicht danach, beruht seine Zahl auf einer Annahme, die niemand geprüft hat.

Fensterreinigung: Kosten realistisch einschätzen

Abgerechnet wird bei MilieuLux die tatsächlich aufgewendete Zeit: 25 € je Arbeitskraft und Arbeitsstunde. Zwei Personen, die drei Stunden arbeiten, ergeben sechs Arbeitsstunden — mehr Köpfe verkürzen den Termin, nicht die Rechnung. Dazu kommt eine Fahrtkostenpauschale von 18 €, die am Einsatztag und am Auftrag hängt und nicht an der Person. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet. Daraus folgt etwas, das oft übersehen wird: Zwei Haushalte im selben Haus, die getrennt beauftragen, sind zwei Aufträge und tragen die Pauschale je einmal. Einen Mindestauftragswert gibt es nicht, ein einzelner Raum mit drei Fenstern ist also buchbar.

Was in eine gute Anfrage gehört

Für eine gute Anfrage sollten Anzahl, ungefähre Größe, Etage und Zugänglichkeit angegeben werden. Fotos zeigen, ob Leitern oder besondere Hilfsmittel nötig wären. MilieuLux übernimmt nur sicher zugängliche Arbeiten im eigenen Leistungsrahmen. Wer mehrere Angebote nebeneinanderlegt, stellt darüber hinaus vier Fragen, weil genau dort die Leistungsumfänge auseinandergehen: Sind Rahmen und Fensterbänke enthalten? Werden die Falze mitgemacht? Gilt der Preis für innen und außen oder nur für eine Seite? Und was geschieht, wenn eine Außenseite vor Ort als nicht sicher erreichbar eingestuft wird? Zwei Angebote, die diese Punkte offenlassen, sind nicht vergleichbar, auch wenn die Endsummen ähnlich aussehen.

Sicher zugänglich — was das konkret heißt

Ob eine Fläche sicher erreichbar ist, lässt sich vor der Anfrage grob selbst beurteilen. Als Faustregel gilt: Was vom Boden des Raumes, vom Balkon oder von einer niedrigen Tritthilfe aus mit ausgestrecktem Arm erreichbar ist, ist unkritisch. Sobald jemand auf eine Fensterbank steigen, sich über eine Brüstung lehnen oder eine Leiter auf weichem Gartenboden aufstellen müsste, endet der Bereich, in dem sich sauber und sicher arbeiten lässt. Der umgekehrte Fall kommt ebenso vor: Ein Dachflächenfenster im zweiten Stock ist von innen unproblematisch, wenn sich der Flügel in Putzstellung drehen lässt, und gar nicht zu machen, wenn diese Funktion fehlt. Solche Details klärt ein Foto schneller als jede Beschreibung.

Wetter: wann ein Außentermin keinen Sinn ergibt

Wetter kann bei Außenflächen eine Rolle spielen. Starker Regen, Frost oder gefährlicher Wind können einen Termin unvernünftig machen. In diesem Fall wird frühzeitig abgestimmt. Für die Planung ist wichtig, dass sich ein Auftrag teilen lässt: Die Innenseiten sind wetterunabhängig und können am vereinbarten Tag erledigt werden, die Außenseiten folgen später. Kostenseitig ist das keine Nebensache, denn die Fahrtkostenpauschale entsteht dann an beiden Einsatztagen. Wer zeitlich frei ist, verschiebt deshalb besser den ganzen Termin um einige Tage, statt ihn zu zerlegen. Wer auf eine Wohnungsübergabe zuarbeitet, entscheidet umgekehrt und nimmt den zweiten Einsatztag bewusst in Kauf.

Beschichtungen und Folien vorher ansprechen

Nicht jede Scheibe verträgt jedes Vorgehen, und mit bloßem Auge ist das selten zu erkennen. Innen aufgebrachte Sonnenschutz- oder Sichtschutzfolien sind erheblich weicher als Glas: Eine Klinge, mit der sich Farbspritzer oder Kleberreste auf blankem Glas gefahrlos abnehmen lassen, zerstört die Folie in einem einzigen Zug. Ebenso gibt es Verglasungen mit werkseitiger Beschichtung auf der Außenseite, die weder scheuernde Mittel noch Klingen verträgt. Beide Schäden lassen sich nicht ausbessern — Folie oder Scheibe müssten ersetzt werden. Wenn an Ihren Fenstern etwas nachträglich beklebt oder werkseitig beschichtet wurde, gehört diese Information vor den ersten Termin und nicht danach.

Der Zeitpunkt im Jahr

Der günstigste Termin ist nicht zwangsläufig der nächstmögliche. Im Frühjahr legt Blütenstaub binnen weniger Tage einen gelblichen Film auf frisch gereinigte Außenseiten; wer die Hauptblüte abwartet, hat länger etwas von der Arbeit. Im Sommer hinterlassen Linden und Ahorn über den Umweg der Blattläuse einen klebrigen, zuckerhaltigen Belag, der sich nass löst und trocken verschmiert — Fenster unter solchen Bäumen brauchen einen eigenen Rhythmus. Und wenn im Haus ohnehin Arbeiten anstehen, etwa am Dach, an den Balkonen oder im Treppenhaus, gehört die Fensterreinigung ans Ende dieser Reihenfolge und nicht an den Anfang.

Ein Rhythmus, der zur Lage passt

Wer Fenster regelmäßig reinigen lässt, verhindert oft, dass sich hartnäckige Ablagerungen stark aufbauen. Der passende Rhythmus hängt von Lage, Verkehr, Wetter und Nutzung ab. Raten muss man ihn nicht, er lässt sich in einem einzigen Durchgang ermitteln: Notieren Sie das Datum der letzten Reinigung und sehen Sie danach alle paar Wochen bei tiefstehender Sonne oder abends gegen das Licht auf dieselbe Scheibe. Der Zeitpunkt, an dem der Belag im Gegenlicht wieder auffällt, ist Ihr Abstand. Für Innen- und Außenseiten fällt es meist unterschiedlich aus: Innen bestimmen Kochdunst, Haustiere und trockene Heizungsluft den Abstand, außen die Lage zur Straße und die Himmelsrichtung. Beides muss nicht auf denselben Termin gelegt werden.

Treppenhaus und gemeinsam genutzte Fenster

In Mehrfamilienhäusern gehören die Fenster im Treppenhaus, im Keller und in der Waschküche niemandem allein. Beauftragt wird ihre Reinigung deshalb selten von einzelnen Bewohnern, sondern von der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft; abgerechnet wird sie in der Regel über die Betriebskosten, soweit der Mietvertrag das vorsieht. Für Mietende heißt das praktisch: Der Wunsch nach saubereren Treppenhausfenstern geht zuerst an die Verwaltung, nicht an einen Dienstleister. Für Verwaltungen wiederum lohnt es sich, Gemeinschafts- und Wohnungsfenster nicht in denselben Auftrag zu legen, weil dahinter unterschiedliche Zugänge, Zuständigkeiten und Rechnungsempfänger stehen.

Häufige Fragen dazu

Ist vor einer Fensterreinigung eine Besichtigung nötig?

Meistens nicht. Fenster lassen sich über Fotos gut einschätzen, wenn aus jedem Raum eine Aufnahme aus einigen Metern Abstand dabei ist und zusätzlich eine Nahaufnahme eines geöffneten Flügels samt Falz. Eine getrennt und ohne anschließenden Auftrag gebuchte Besichtigung kostet pauschal 40 €; folgt ein Auftrag, wird sie nicht berechnet.

Kann ich nur die Außenseiten beauftragen?

Ja, und in Haushalten, in denen innen ohnehin regelmäßig geputzt wird, ergibt das Sinn. Rechnen Sie aber nicht mit der halben Zeit: Anfahrt, Aufbau und die Wege durch die Wohnung bleiben gleich, und bei Dreh-Kipp-Flügeln wird die Außenseite vom Raum aus erreicht, sodass beide Seiten ohne zusätzlichen Aufbau in einem Arbeitsgang liegen. Getrennt beauftragt heißt hier nicht getrennt gearbeitet.

Brauchen Sie im Gebäude Wasser und Strom?

Eine Wasserstelle und eine Steckdose im Gebäude genügen; frei zugängliche Außenzapfstellen gibt es an Münchner Mehrfamilienhäusern selten. In leerstehenden Wohnungen ist das Wasser oft abgestellt und der Zähler ausgebaut. Sagen Sie uns das bitte vorher, dann planen wir den Termin entsprechend, statt vor Ort improvisieren zu müssen.

Fragen zu Ihrem Fall?

Dieser Artikel beschreibt den Regelfall. Wenn Ihre Situation davon abweicht, sagen Sie uns kurz Bescheid – wir schauen konkret drauf.