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Haus & Wohnung · 6 Min. Lesezeit

Regelmäßige Haushaltsreinigung richtig planen

Wie aus einer Raumliste, einem Abstand je Aufgabe und einem festen Wochentag ein Plan wird, der ohne ständige Absprachen trägt.

Ein Beitrag von MilieuLux · Zielgruppe: Privat

In einer Kueche steht eine Person an der Arbeitsplatte und schreibt auf ein Blatt Papier

Der Artikel

Eine regelmäßige Reinigung soll den Alltag erleichtern und nicht jedes Mal neue Abstimmung erzeugen. Dafür werden zu Beginn Räume, Prioritäten, empfindliche Oberflächen, Haustiere, Zugang und gewünschte Mittel festgelegt. Wer die Haushaltsreinigung planen will, beantwortet diese sechs Punkte also genau einmal – schriftlich, und danach nur noch fortgeschrieben. Dieser Text beschreibt, wie ein solcher Plan aufgebaut wird, welche Aufgabe in welchen Abstand gehört und woran feste Termine im Alltag meistens scheitern. Er hilft auch dann, wenn Sie die Arbeit selbst übernehmen.

Zuerst die Räume erfassen, dann die Aufgaben

Die meisten Pläne beginnen mit einer Aufgabenliste: saugen, wischen, Staub wischen. Sinnvoller ist der umgekehrte Weg. Gehen Sie einmal von Raum zu Raum und notieren Sie je Raum den Bodenbelag, die Zahl der Wasserstellen, alles Empfindliche und alles, was niemand anfassen soll. Aufgaben wiederholen sich in jedem Raum, der Zeitbedarf und das Verfahren nicht: Derselbe Wischgang dauert auf geölten Dielen länger als auf Fliesen, und auf Laminat richtet zu viel Wasser Schaden an. Ein Foto je Raum, von der Tür aus aufgenommen, erspart später drei Rückfragen – bei einer Anfrage ebenso wie bei einer Vertretung, die zum ersten Mal kommt.

Nicht alles muss jedes Mal sein

Nicht jede Aufgabe muss bei jedem Termin stattfinden. Böden, Bad und Küche können häufiger geplant werden; Fenster, Schränke oder besondere Bereiche in größeren Abständen. Eine gute Liste unterscheidet zwischen Standardaufgaben und gelegentlichen Zusatzarbeiten. In der Praxis genügt dafür eine Zahl hinter jeder Zeile: 1 für jeden Termin, 2 für jeden zweiten, 4 und 12 für alles, was quartalsweise oder jährlich reicht – bis hin zur einmaligen Grundreinigung. Ein Blick zeigt dann, ob ein einzelner Termin überladen ist. Heizkörper gehören in diesem Raster nicht in den Januar, sondern an den Anfang und an das Ende der Heizperiode – im laufenden Betrieb backt der Staub zwischen den Lamellen fest. Lichtschalter, Türgriffe und Fernbedienungen bekommen eine eigene Zeile, weil sie unter dem Stichwort Staubwischen zuverlässig untergehen.

Zusatzarbeiten verteilen statt bündeln

Ein verbreiteter Fehler ist, sämtliche Zusatzarbeiten auf einen Termin im Quartal zu legen. Dieser eine Termin dauert dann doppelt so lang wie die übrigen, was bei Abrechnung nach Arbeitsstunden unmittelbar auf der Rechnung erscheint und im Kalender schwer unterzubringen ist. Tragfähiger ist eine Rotation: Jeder Termin bekommt neben dem Standardumfang der Unterhaltsreinigung genau eine Zusatzaufgabe, und die Zusatzaufgaben laufen der Reihe nach durch. Bei acht Zusatzarbeiten und einem zweiwöchentlichen Rhythmus ist jede davon knapp alle vier Monate an der Reihe, ohne dass ein einziger Termin aus dem Rahmen fällt. Nummerieren Sie die Liste dafür einfach durch. Wer beim letzten Mal bei Nummer fünf stand, weiß ohne Rückfrage, was diesmal ansteht.

Wege kosten mehr Zeit als Flächen

Wer eine Wohnung streng raumweise abarbeitet und für jeden Raum erneut Eimer, Tücher und Sauger holt, verliert im Flur mehr Zeit als an den Flächen selbst. Schneller geht es, gleichartige Handgriffe in einer Runde durch die ganze Wohnung zu erledigen: erst alle Papierkörbe, dann alle Kontaktflächen, dann die Böden. Die zweite Regel betrifft die Einwirkzeit, die einzige Zeitspanne in einem Reinigungsplan, die man geschenkt bekommt. Wer Dusche und WC gleich zu Beginn ansetzt und erst danach die Küche übernimmt, spart sich das Nachschrubben. Der Boden kommt in jedem Raum zuletzt, weil sonst zweimal aufgenommen wird, was von oben herunterfällt.

Was zwischen den Terminen passiert

Die Dauer eines Termins entscheidet sich zu einem guten Teil an den Tagen dazwischen. Das Münchner Trinkwasser liegt im Härtebereich hart; auf Glas, Armaturen und dunklen Fliesen bilden sich Ränder entsprechend rasch. Ein Abzieher nach dem Duschen kostet ein paar Sekunden und erspart dem nächsten Termin die Einwirkzeit für Kalklöser. Dasselbe gilt für die noch warme Herdplatte und für das Sieb im Küchenabfluss. Und eine Selbstverständlichkeit, die trotzdem im Plan stehen sollte: Aufräumen ist keine Reinigung. Wenn Flächen frei sein sollen, muss festgehalten sein, wer sie frei räumt – sonst wird um Gegenstände herum gearbeitet, und das war nicht gemeint.

Termine, Feiertage und Kapazität

Abstände werden bei MilieuLux nach Kalender abgestimmt. Möglich sind zum Beispiel wöchentliche, zweiwöchentliche oder individuell vereinbarte Termine, sofern Kapazität vorhanden ist. Bei der Wahl des Wochentags lohnt ein Blick auf den bayerischen Feiertagskalender: Ein Montagstermin verliert planbar Ostermontag und Pfingstmontag, ein Donnerstagstermin trifft auf Christi Himmelfahrt und Fronleichnam. Legen Sie einmal grundsätzlich fest, ob ein ausgefallener Termin vorgezogen, nachgeholt oder übersprungen wird; das erspart die Diskussion bei jedem einzelnen Feiertag. Gearbeitet wird montags bis freitags zwischen 08:00 und 20:00 Uhr, Samstag und Sonntag gehören nicht dazu. Wer werktags niemanden zu Hause hat, braucht deshalb von Anfang an eine tragfähige Zugangsregelung.

Das Münchner Jahr verschiebt den Plan

Ein Plan, der zwölf Monate gleich behandelt, geht an mindestens drei Stellen an der Wirklichkeit vorbei. Im Frühjahr liegen Pollen auf Fensterbänken, Balkonmöbeln und hellen Böden, und zwar in Mengen, die ein gewöhnlicher Wischgang nicht mitnimmt. Im Winter tragen Schuhe Streusplitt und Salz in die Wohnung; auf geölten Dielen und auf Parkett sollten Salzränder früh entfernt werden, weil sie die Pflegeschicht angreifen. Mit dem Beginn der Heizperiode wiederum steigt die Staubbelastung in Räumen, die vorher wochenlang bei offenem Fenster standen. Was draußen bleibt, ist die Schneearbeit selbst: Räumen und Streuen vor dem Haus ist Winterdienst und gehört nicht zum Angebot von MilieuLux.

Mehrere Personen, ein Plan

In Haushalten mit mehreren Erwachsenen entstehen die meisten Missverständnisse nicht bei der Arbeit, sondern bei der Absprache. Bestimmen Sie eine Person, die den Plan führt und Änderungen meldet; Zurufe aus zwei Richtungen führen verlässlich dazu, dass eine Aufgabe doppelt und eine andere gar nicht erledigt wird. In Wohngemeinschaften ist zusätzlich zu klären, welche Räume überhaupt zum Auftrag gehören. Üblich ist die Beschränkung auf Küche, Bad, Flur und Gemeinschaftsraum, weil private Zimmer sehr unterschiedlich genutzt werden und sich der Aufwand sonst nicht gerecht aufteilen lässt. Wer die Kosten teilt, sollte diese Grenze schriftlich haben, bevor die erste Rechnung kommt.

Was nicht in den Reinigungsplan gehört

Ein Plan wird belastbarer, wenn auch das Gegenteil darin steht. Reinigung ersetzt keine Reparatur: Ein tropfender Siphon, eine lose Fliese oder eine spröde Dichtung sind nach dem Termin unverändert und gehören ins Handwerk. Betreuung, Begleitung und pflegerische Hilfe sind ebenfalls kein Bestandteil einer Haushaltsreinigung; dafür braucht es eine andere Ausbildung und einen anderen Versicherungsschutz. Nicht angeboten werden außerdem Schädlingsbekämpfung, Fassadenreinigung, Baumfällungen und medizinische Spezialdesinfektion. Wer solche Punkte von vornherein ausklammert, erspart sich die unangenehme Variante: eine Erwartung, die erst am Termin auffällt und dann niemanden mehr weiterbringt.

Ein guter Plan wird selten wieder angefasst

Daueraufträge sind besonders angenehm, weil das Team die Räume und Wünsche mit der Zeit besser kennt. Änderungen bleiben trotzdem jederzeit besprechbar. Sinnvoll ist, die Liste nach den ersten vier bis sechs Terminen einmal bewusst durchzugehen, statt sie stillschweigend weiterlaufen zu lassen. Bis dahin zeigt sich, welche Zusatzarbeit öfter gebraucht wird als gedacht und welche Zeile ersatzlos entfallen kann. Danach genügt ein Durchgang im Jahr, meist im Zusammenhang mit einer ohnehin anstehenden Veränderung: ein neuer Bodenbelag, ein Kind, ein Tier, ein Arbeitszimmer. Was gleich bleibt, muss nicht besprochen werden – und genau darauf zielt die ganze Übung.

Häufige Fragen dazu

Wie oft sollte eine Wohnung gereinigt werden?

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Ausschlaggebend sind die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner, Haustiere, die Bodenbeläge und die Frage, ob im Haushalt Straßenschuhe getragen werden. Ein Haushalt mit Hund und Dielenboden braucht einen anderen Rhythmus als eine Zweizimmerwohnung mit Fliesen. Beginnen Sie mit dem Abstand, das Ihnen realistisch erscheint, und korrigieren Sie es nach einigen Terminen anhand des tatsächlichen Zustands.

Muss ich mich auf ein festes Abstand festlegen?

Nein. Vereinbart wird ein Rhythmus im Kalender, keine Laufzeit. Einzelne Termine lassen sich verlegen oder absagen, und einen Mindestauftragswert gibt es nicht. Wenn sich herausstellt, dass der Abstand zu kurz oder zu lang gewählt war, wird er geändert.

Was kostet ein regelmäßiger Termin?

Berechnet werden die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden mit 25 € je Arbeitskraft und Arbeitsstunde. Dazu kommen 18 € je Einsatztag und Auftrag – einmal je Termin, unabhängig von der Zahl der eingesetzten Personen. Wer sich über den Zeitbedarf unsicher ist, kann eine Besichtigung vereinbaren; folgt daraus ein Auftrag, entfällt die Pauschale von 40 €. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.

Fragen zu Ihrem Fall?

Dieser Artikel beschreibt den Regelfall. Wenn Ihre Situation davon abweicht, sagen Sie uns kurz Bescheid – wir schauen konkret drauf.